Archiv für Juni 2009

UnterstützerInnentreffen am 5.Juli

ENGLISH VERSION BELOW

aufgrund der ereignisse am tag der nicht-stattgefundenen räumung und der entwicklungen im vorfeld, hat die brunnen183 einen komplett neue unterstützerinnenkreis aufgebaut und die internen strukturen komplett umgekrempelt.

als neue unterstützerInnen fragen wir uns, wie wir als „szene“ mit der immer noch bestehenden räumungsgefahr umgehen
sollen, wie man das projekt umgestalten und das haus für politische gruppen wieder interessant und nutzbar machen kann & ausserdem suchen wir leute, die lust haben sich dem neuen kollektiv des „umsonstladens“ anzuschliessen, um auch diesen zu re-politisieren und komplett umzugestalten.

daher laden wir am sonntag, den 5.juli um 18h zu einem offenen unterstützerInnen plenum im bethanien ein….

kommt vorbei, lasst uns gemeinsam den alten mief aus der brunnenstrasse vertreiben um platz für neue ideen und projekte zu machen…

..die häuser denen die was draus machen :-)!!

hey,
after all what happend on the day when brunnen183 was supposed to get evicted, a completely new supporters group was founded, we changed the concept of the project completely and we are looking for more paticipants.

you all are invited to come to the open supporters meeting on sunday 5. of july at 6 p.m. in bethanien.

there we want to speak e.g. about

how the „scene“ can deal with the fact, that brunnen183 in still to be evicted

how to open the house and make it again attractive for political groups

apart from this, we are looking for people to get involved in the new
collective running the freeshop of the house, and trying to make that a
political project again , too…

so come around , lets bring some fresh air into brunnen183…!!.

News vom Ballast der Republik


Es gibt uns immer noch! Wir solidarisieren uns mit den BesetzerInnen der Räume der Humboldt-Universität in der Dorotheenstr. 24 und allen bestehenden und noch zu erkämpfenden Freiräumen in Berlin und auf der ganzen Welt.

Dank zahlreicher und tatkräftiger Unterstützung widerstehen wir weiterhin. Die Notwendigkeit von Solidarität und Zusammenarbeit gegen die Bedrohung hat uns bewußt gemacht, dass wir eine lebendige und starke Kraft sind. Wir brauchen Räume für unsere Träume, wissen aber, dass der Staat seinen Repressionsapparat jederzeit gegen uns auffahren wird, um die monetären Interessen des Eigentümers Kronawitter durchzusetzen. Wir sind dazu entschlossen diesen Freiraum mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen, nur allein machen sie uns ein. Eure Unterstützung und Mithilfe ist daher weiterhin dringend erforderlich. Zudem benötigen wir Sachspenden wie Bau- und Büromaterial, aber auch Nahrungsmittel und anderes Zoix. Wer selbst Hand anlegen und mitgestalten möchte, kann sich bei unserem täglichen Bauplenum um 15:00 Uhr einbringen. Nicht nur für die Verteidigung des Hauses muss noch vieles errichtet werden, ein paar der Räume freuen sich bestimmt über einen bunten neuen Anstrich. Wer sich anderweitig einbringen möchte, der ist auf unserem 20:00-Uhr-Plenum (täglich) gerne gesehen, auf dem wir uns über das weitere Vorgehen einigen, uns austauschen und diskutieren. Im Anschluss daran kochen und essen wir gemeinsam. Für Gäste stehen mehrere Zimmer zur Verfügung. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir viele Veranstaltungen und Vernetzungstreffen organisieren; achtet auf unsere Ankündigungen.

The actionweeks are over – it’s time for action now .

Berlin bleibt bunt und dreckig!

Quelle: indy

Der bisherige Betrieb und die öffentliche Funktion des Hauses sollen möglichst vollständig fortgeführt werden. Der Ballast der Republik ist also nach Möglichkeit jeden Tag geöffnet und es gibt täglich vegane und vegetarische Vokü. Auch dafür sind Spenden notwendig.

Keine Räumung am 18.06.!

Es begann um kurz vor fünf Uhr morgens. Eine Handvoll Wannen der Berliner Polizei reitet in die Brunnenstraße rein, postiert sich vor der 183, während Polizist_innen Dinge, die sie für Barrikadenmaterial halten wegräumen. Kurz später kommt Nachschub und postiert sich rund um die Polizeiwache an der Ecke Brunnenstraße/Invalidenstraße. Alarm wird ausgelöst. Zu den etwa 100 Menschen, die schon vorher vor der 183 und im Umsonstladen ausgeharrt hatten, stoßen weitere. Bald sind etwa 200 Menschen vor Ort. Die Polizei zieht sich vom Haus zurück bis vor die Polizeiwache. Vier Menschen werden gecatcht. Ihr einziges Vergehen war es schwarz gekleidet zu sein und aus einer Richtung zu kommen, in der nach Angaben der Polizei irgendwo weit weg Mülltonnen gebrannt haben sollen. Etwa um sechs Uhr kommen die Menschen wieder frei. Wenig später kommen zwei Cops und zwei Politiker_innen zum Haus und versichern, es werde in den nächsten Tagen keine Räumung geben. Die Polizei sei nur angerückt, weil sie befürchteten, es könnten Barrikaden gebaut und die Straße blockiert werden. In der Folge entspannt sich die Lage. Warum letztendlich kein Räumungsversuch unternommen wurde, bleibt unklar. Möglicherweise war der erstrittene Räumungsaufschub der ausschlaggebende Grund. Vielleicht haben aber auch die zahlreichen militanten Aktionen während der Action Weeks dazu beigetragen. Widerstand zahlt sich aus!

Diese erste Runde geht an uns. Es ist der 19.06. und die 183 ist immer noch besetzt. Doch die Auseinandersetzung ist noch nicht vorüber. Bleibt vorbereitet!

Keine Räumung! Nirgendwann!

wir bleiben alle!

[link zum action weeks ticker]

Update 18.6.

Die Räumung des Umsonstladens wurde ausgesetzt! Daß die vier zur Übergabe angebotenen Wohnungen nicht geräumt werden, wurde bisher nach wie vor nur mündlich bestätigt. Die restlichen Wohnungen können morgen geräumt werden. Ab Mitternacht gibt es Vokü im Hof.

Fernsehschau #1

Heute abend um 18:30 gibt es in der rbb-Sendung zibb einen Beitrag über die drohende Räumung der Brunnen183 und ihren an Jahren ältesten Bewohner Alfred.

wba-Broschüre 2009 draußen

Die neue Broschüre der wba-Theoriegruppe ist da. Runterlanden hier.

Schmuddel Weeks Berlin


Bereits am 11.6. wurden in Berlin die abwertungsakttivistischen Schmuddel-Weeks ausgerufen, die parallel zu den wba-Action Weeks und darüber hinaus stattfinden sollen. Im Flyer wird zu hemmungslosem Herumgeassel in von Gentrification betroffenen Innenstadtbezirken aufgerufen. Insignien wie Satellitenschüssel, Feinrippunterhemd und Jogginghose etc. wird dabei die Doppelfunktion zuteil, auf rasante und schonungslos stattfindende Stadtteilaufwertungen und den damit einhergehenden Bevölkerungs- und NutzerInnenaustausch aufmweksam zu machen sowie der Aufwertung auch gleich praktisch entgegenzuwirken.
Als Eröffnungsaktion wurde gleich am Donnerstag einer der „Wunderkind“-Läden Wolfgang Joops besucht, um auf die Verbindung zwischen Wolfgang Joops Tochter Jette und der anstehenden Räumung der Brunnenstraße 183 aufmerksam zu machen und um einmal ausgiebig in der edlen Kollektion zu stöbern:

Nachdem die schmuddeligen Besucher_innen den schnieken Laden betraten und sich die teuren Fummel übergezogen haben, stromerte der Verkäufer nervös um sie herum. Dass er die Tür abgeschlossen hatte, damit keine anderen Kund_innen von den Schmuddel-Kund_innen abgeschreckt werden, merkten sie erst später. Eine Kundin hatte bereits die Flucht ergriffen, nachdem sie entgeistert die Schmuddel-Kund_innen entdeckte.
Als es dem Verkäufer irgendwann zu bunt wurde (immerhin wurden Flyer an verschiedenen Orten hinterlassen), wollte er den ungewöhnlichen Besuch loswerden, und versuchte sie kurzerhand raus zu schmeißen. Dies musste aber erst in einem Plenum gemeinsam entschieden werden. Letztlich sahen sie aber ihre Mission als erfüllt, und begaben sich aus dem Laden. Danach wurden weitere Orte in Mitte, an denen Gentrification statt findet, besucht.

indymedia

Solange an der sogenannten Aufwertung nur die mitmachen dürfen sollen, die das nötige Geld mitbringen, um den Prozess für die InvestorInnen profitabel zu machen, und die vorhandenen und dadurch enstehenden sozialen Widersprüche einfach ignoriert oder an der Stadtrand verdrängt werden, kann die Antwort auf Aufwertung erstmal nur aktive Abwertung sein!!!
Wir asseln weiter!

zu den Spekulationen um den 18.6.

Es machen gerade so Gerüchte die Runde, die Räumung am 18.6. wäre verschoben worden. Diesem wird Vorschub geleistet durch Artikel im tagesspiegel [1,2] sowie der BILD. Um ein wenig Klarheit in die sich ausbreitende Ungewißheit zu bringen, sei folgendes festgestellt:

Der Gerichtsvollzieher lehnt neuerdings eine Räumung am 18.6. aufgrund des anwaltlichen Einwandes ab, zu einer Räumung der vier am 2.6. zur Übergabe angebotenen Wohnungen bestehe kein Anlaß, weil der persönlich anwesende Manfred Kronawitter die Übergabe abgelehnt habe. Die Bullen, welche die Amtshilfe für den 18.6. bereits zugesagt hatten, gehen laut Leiter der Pressestelle der Berliner Polizei Thomas Goldack momentan ebenfalls nicht von einer Räumung am 18.6. aus. Die schriftliche Bestätigung des Gerichtsvollziehers sowie des Amtsgerichts Mitte stehen allerdings noch aus. Außerdem behält sich die Polizei weiterhin die „Handlungsfreiheit“ vor.

Wir empfehlen ausdrücklich, sich weiterhin auf eine Räumung am 18.6. einzustellen. Es ist gut möglich, daß es sich bei dem kurzfristigen Rückzieher der Polizei um einen strategischen Schritt handelt, um uns in Sicherheit zu wiegen und die Mobilisierung zu schwächen. Es kann jederzeit passieren, daß die Räumung am 18.6. richterlich bestätigt wird und die Polizei ihre bereits zur Verfügung zugesicherte Amtshilfe ausführt. Seid vorbereitet und prüft Eure Informationen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Jede Räumung hat ihren Preis…

Hetze in der Bild und von Frank Henkel (CDU)

Die Springerpresse zeigt sich mal wieder von ihrer objektivsten Seite. In einem Artikel, der hier online zu lesen ist, beginnt mit diesen Worten:

Chaoten, die auf Polizisten losgehen. Bilder von brennenden Autos – wir sehen sie fast jeden Tag. Die linke Szene hat Berlin den Kampf angesagt. Doch Politik und Polizei kuschen vor dem Terror.

Im Folgenden wird aus einem Interview mit dem „Besitzer“ der 183, Dr. Kronawitter zitiert, der wie üblich Senat und „die Linken“ gleichermaßen abwatscht und jeden eigenen Anteil an der verfahrenen Situation verschweigt.

Ephraim Gothe (SPD, Baustadtrat des Bezirks Mitte, wird mit den Worten zitiert, es müsse für eine Lösung schon ein Wunder vom Himmel fallen.

Den Vogel ab schießt allerdings Frank Henkel, seines Zeichens CDU-Landesvorsitzender und Mitglied des Berliner Abgeortnetenhauses:

Wir sind hier auf einem Narrenschiff. Die Räumung der Brunnenstraße ist längst überfällig!

Frank Henkel sitzt im ABgeordnetenhaus in Raum 337 und kann über folgende Kanäle erreicht werden:

Fon: (030) 23 25-21 01
Fax: (030) 23 25-27 77
E-Mail: henkel@cdu-fraktion.berlin.de

Der Axel Springer Verlag hat seine Berliner Büros in der Axel-Springer-Str. 65 in der Nähe der U-Bahnhaltestellen Spittelmarkt, Kochstraße und Stadtmitte.

Updates VV und Miteilung an Anwohner_innen

Da sich die VV bezüglich der Vertreibun gder Roma aus der Motardstraße erheblich in die Länge zog, wurde das Thema 183 vertagt und soll nun im Rahmen der Autonomen VV am Samstag dem 13.06. um 20h in der Köpi stattfinden. Kommt zahlreich!

Außerdem hat sich herausgestellt, dass die Schreiben, in denen Anwohner_innen der 183 aufgefordert wurden, ihre Autos am 18.03. nicht in der Nähe zu parken, nicht von der Polizei, sondern von der Hausverwaltung. Was natürlich die Frage aufwirft, woher diese ihre Informationen hat. Wurde sie von behördlicher oder polizeilicher Seite gewarnt?