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Brunnen183-Demo, Sa. 23.01

Einen Schwerpunkt der Demonstration vom kommenden Samstag den 23.01, bildet die Kritik an der gezielt eingesetzten Propaganda des Axel Springer Verlags. Vor der Räumung wurden „Linke Terrornester“ herbeifantasiert in denen „Krawallchaoten“ und „Hassbrenner“ leben sollten. Dadurch wurde der Weg für Berlins Innensenator Körtings Kampfansage gegen alle linken Strukturen der Weg geebnet, so bezeichnete er uns im Dezember als „rotlackierte Faschisten“, stellte rechte und linke Gewalt gleich und fordert seither eine pauschale Entsolidarisierung ein. Und der Ruf wurde erhört: Bundesfamilienministerin Köhler stellt 2 Millionen Euro für das Jahr 2010 zur Verfügung, um Programme gegen Linksextremismus zu finanzieren und die Forderung nach einem Aussteigerprogramm wird seither durch Pressekanäle kolportiert. Die unrühmliche Vergangenheit des Axel Springer Verlages, setzt sich somit bis in die Gegenwart fort. Daran ändert auch das vergangenen Samstag online veröffentlichte und unvollständige „Medienarchiv68″, mit ausgesuchten Artikeln, nichts. Nur eines hat sich diesbezüglich in den vergangenen 40 Jahren verändert: die Bewußtseinskontrolle durch die Manipulation der „öffentlichen Meinung“ wird heute von mehr Konzernen als damals ausgeübt.

Update

Die Demonstration ist um 18 Uhr mit etwa 100 teilnehmenden Personen gestartet. Es gibt wohl immer noch Kontrollen durch die Polizei auf dem Bhf. Warschauer Str.
18:14: Liegenschaftsfond
18:21: Stralauer Str., Richtung Ostbahnhof
18:35: in 5 Minuten fndet die Zwischenkundgebung auf dem Stralauer Platz statt, es sind noch mehr Demonstrantis geworden.
18:47: in 2 Minuten kommen wir an der Köpi vorbei. Die Stimmung ist gut, die Polizei hält sich zurück.
19:15: die Demo ist jetzt am Moritzplatz
19:36: Die Demonstration biegt grad in die Friedrichstr. ein und geht zum Checkpoint Charlie.
19:50: Die Demo ist jetzt am Anhalter Bhf.
20:20: Die Demo ist Yorkstr. und ist jetzt zuende. Es gab keine Festnahmen.

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Demo + Party -Brunnen183-Lebt, Sa. 23.01

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Selbstdarstellung

Die Brunnenstraße 183 in Berlin-Mitte hat ihre Tore wieder offen und braucht deine/eure Hilfe

Viele nichtkommerzielle, linke (Wohn-) Projekte haben in den letzten Jahren schon dran glauben müssen, haben einer ausschließlich nach Geld und Prestige strebenden Stadtumstrukturierung Platz machen müssen, sind Immobilienspekulation zum Opfer gefallen oder wurden durch Illegalisierung ausgespielt……In ganz Berlin sind diverse Projekte betroffen: der Schokoladen, die Liebig 14 und Liebig 34, der Wagenplatz Schwarzer Kanal, Rigaer 94,…. und ganz akut die Brunnen183.

Der Kiez um den Rosenthaler Platz ist immer mehr zum Vergnügungspark für Yuppies geworden, und diejenigen die nicht mithalten wollten oder konnten beim stylischen Getue der ewig Jungen und Schönen mussten schon lange größtenteils aus der Gegend weichen. Nun sollen auch wir den Weg frei machen für einen gewinnorientierten Investor.

Obwohl am 18.06. nicht geräumt wurde, ist die Brunnenstraße 183 noch in akuter Gefahr geräumt zu werden und der Gentrifizierung zum Opfer zu fallen. Aus der neuen Situation haben sich neue Strukturen herausgebildet, sprich neue Kleingruppen und AG’s fanden, und finden sich noch, zusammen, neue Unterstützer_innen engagieren sich im Haus. Alte Strukturen werden aufgebrochen und es sind alle interessierten und politisch Motivierten eingeladen uns zu helfen dafür zu kämpfen diesen Freiraum aufrecht zu erhalten und weiterhin mit neuem, buntem Leben füllen können. Altbekanntes wie der „Ballast der Republik“ und die tägliche Vokü (20:00 Uhr) geben auch wieder Raum, um sich zu treffen und Ideen auszutauschen. Ebenso freut sich der „Gift-Laden“ auch wieder auf Besucher_innen.
Das Haus bietet durch seine Größe genug Raum für Projekte und Ideen, also kommt vorbei, stellt sie und euch vor und engagiert euch um dem tristen, grauen Stadtalltag mit all seinen Zumutungen und Ungerechtigkeiten Paroli zu bieten. Wir gestalten unseren Lebensraum selbst und stehen ein für ein selbstbestimmtes Leben.

Darüberhinaus versteht sich die Brunnen183 als Raum in dem mensch frei von sexistischen, rassistisch-faschistischen, verwertungsideologischen, fremdkontrollierten, normativen Zwängen und jeglicher Diskriminierung leben, arbeiten und sich entfalten kann.

Wir bleiben Alle! Wir lassen uns nicht vertreiben!
Die Häuser denen, die drin wohnen!

News vom Ballast der Republik


Es gibt uns immer noch! Wir solidarisieren uns mit den BesetzerInnen der Räume der Humboldt-Universität in der Dorotheenstr. 24 und allen bestehenden und noch zu erkämpfenden Freiräumen in Berlin und auf der ganzen Welt.

Dank zahlreicher und tatkräftiger Unterstützung widerstehen wir weiterhin. Die Notwendigkeit von Solidarität und Zusammenarbeit gegen die Bedrohung hat uns bewußt gemacht, dass wir eine lebendige und starke Kraft sind. Wir brauchen Räume für unsere Träume, wissen aber, dass der Staat seinen Repressionsapparat jederzeit gegen uns auffahren wird, um die monetären Interessen des Eigentümers Kronawitter durchzusetzen. Wir sind dazu entschlossen diesen Freiraum mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen, nur allein machen sie uns ein. Eure Unterstützung und Mithilfe ist daher weiterhin dringend erforderlich. Zudem benötigen wir Sachspenden wie Bau- und Büromaterial, aber auch Nahrungsmittel und anderes Zoix. Wer selbst Hand anlegen und mitgestalten möchte, kann sich bei unserem täglichen Bauplenum um 15:00 Uhr einbringen. Nicht nur für die Verteidigung des Hauses muss noch vieles errichtet werden, ein paar der Räume freuen sich bestimmt über einen bunten neuen Anstrich. Wer sich anderweitig einbringen möchte, der ist auf unserem 20:00-Uhr-Plenum (täglich) gerne gesehen, auf dem wir uns über das weitere Vorgehen einigen, uns austauschen und diskutieren. Im Anschluss daran kochen und essen wir gemeinsam. Für Gäste stehen mehrere Zimmer zur Verfügung. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir viele Veranstaltungen und Vernetzungstreffen organisieren; achtet auf unsere Ankündigungen.

The actionweeks are over – it’s time for action now .

Berlin bleibt bunt und dreckig!

Quelle: indy

Der bisherige Betrieb und die öffentliche Funktion des Hauses sollen möglichst vollständig fortgeführt werden. Der Ballast der Republik ist also nach Möglichkeit jeden Tag geöffnet und es gibt täglich vegane und vegetarische Vokü. Auch dafür sind Spenden notwendig.

Keine Räumung am 18.06.!

Es begann um kurz vor fünf Uhr morgens. Eine Handvoll Wannen der Berliner Polizei reitet in die Brunnenstraße rein, postiert sich vor der 183, während Polizist_innen Dinge, die sie für Barrikadenmaterial halten wegräumen. Kurz später kommt Nachschub und postiert sich rund um die Polizeiwache an der Ecke Brunnenstraße/Invalidenstraße. Alarm wird ausgelöst. Zu den etwa 100 Menschen, die schon vorher vor der 183 und im Umsonstladen ausgeharrt hatten, stoßen weitere. Bald sind etwa 200 Menschen vor Ort. Die Polizei zieht sich vom Haus zurück bis vor die Polizeiwache. Vier Menschen werden gecatcht. Ihr einziges Vergehen war es schwarz gekleidet zu sein und aus einer Richtung zu kommen, in der nach Angaben der Polizei irgendwo weit weg Mülltonnen gebrannt haben sollen. Etwa um sechs Uhr kommen die Menschen wieder frei. Wenig später kommen zwei Cops und zwei Politiker_innen zum Haus und versichern, es werde in den nächsten Tagen keine Räumung geben. Die Polizei sei nur angerückt, weil sie befürchteten, es könnten Barrikaden gebaut und die Straße blockiert werden. In der Folge entspannt sich die Lage. Warum letztendlich kein Räumungsversuch unternommen wurde, bleibt unklar. Möglicherweise war der erstrittene Räumungsaufschub der ausschlaggebende Grund. Vielleicht haben aber auch die zahlreichen militanten Aktionen während der Action Weeks dazu beigetragen. Widerstand zahlt sich aus!

Diese erste Runde geht an uns. Es ist der 19.06. und die 183 ist immer noch besetzt. Doch die Auseinandersetzung ist noch nicht vorüber. Bleibt vorbereitet!

Keine Räumung! Nirgendwann!

wir bleiben alle!

[link zum action weeks ticker]

wba-Broschüre 2009 draußen

Die neue Broschüre der wba-Theoriegruppe ist da. Runterlanden hier.

zu den Spekulationen um den 18.6.

Es machen gerade so Gerüchte die Runde, die Räumung am 18.6. wäre verschoben worden. Diesem wird Vorschub geleistet durch Artikel im tagesspiegel [1,2] sowie der BILD. Um ein wenig Klarheit in die sich ausbreitende Ungewißheit zu bringen, sei folgendes festgestellt:

Der Gerichtsvollzieher lehnt neuerdings eine Räumung am 18.6. aufgrund des anwaltlichen Einwandes ab, zu einer Räumung der vier am 2.6. zur Übergabe angebotenen Wohnungen bestehe kein Anlaß, weil der persönlich anwesende Manfred Kronawitter die Übergabe abgelehnt habe. Die Bullen, welche die Amtshilfe für den 18.6. bereits zugesagt hatten, gehen laut Leiter der Pressestelle der Berliner Polizei Thomas Goldack momentan ebenfalls nicht von einer Räumung am 18.6. aus. Die schriftliche Bestätigung des Gerichtsvollziehers sowie des Amtsgerichts Mitte stehen allerdings noch aus. Außerdem behält sich die Polizei weiterhin die „Handlungsfreiheit“ vor.

Wir empfehlen ausdrücklich, sich weiterhin auf eine Räumung am 18.6. einzustellen. Es ist gut möglich, daß es sich bei dem kurzfristigen Rückzieher der Polizei um einen strategischen Schritt handelt, um uns in Sicherheit zu wiegen und die Mobilisierung zu schwächen. Es kann jederzeit passieren, daß die Räumung am 18.6. richterlich bestätigt wird und die Polizei ihre bereits zur Verfügung zugesicherte Amtshilfe ausführt. Seid vorbereitet und prüft Eure Informationen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Jede Räumung hat ihren Preis…

Hetze in der Bild und von Frank Henkel (CDU)

Die Springerpresse zeigt sich mal wieder von ihrer objektivsten Seite. In einem Artikel, der hier online zu lesen ist, beginnt mit diesen Worten:

Chaoten, die auf Polizisten losgehen. Bilder von brennenden Autos – wir sehen sie fast jeden Tag. Die linke Szene hat Berlin den Kampf angesagt. Doch Politik und Polizei kuschen vor dem Terror.

Im Folgenden wird aus einem Interview mit dem „Besitzer“ der 183, Dr. Kronawitter zitiert, der wie üblich Senat und „die Linken“ gleichermaßen abwatscht und jeden eigenen Anteil an der verfahrenen Situation verschweigt.

Ephraim Gothe (SPD, Baustadtrat des Bezirks Mitte, wird mit den Worten zitiert, es müsse für eine Lösung schon ein Wunder vom Himmel fallen.

Den Vogel ab schießt allerdings Frank Henkel, seines Zeichens CDU-Landesvorsitzender und Mitglied des Berliner Abgeortnetenhauses:

Wir sind hier auf einem Narrenschiff. Die Räumung der Brunnenstraße ist längst überfällig!

Frank Henkel sitzt im ABgeordnetenhaus in Raum 337 und kann über folgende Kanäle erreicht werden:

Fon: (030) 23 25-21 01
Fax: (030) 23 25-27 77
E-Mail: henkel@cdu-fraktion.berlin.de

Der Axel Springer Verlag hat seine Berliner Büros in der Axel-Springer-Str. 65 in der Nähe der U-Bahnhaltestellen Spittelmarkt, Kochstraße und Stadtmitte.

Updates VV und Miteilung an Anwohner_innen

Da sich die VV bezüglich der Vertreibun gder Roma aus der Motardstraße erheblich in die Länge zog, wurde das Thema 183 vertagt und soll nun im Rahmen der Autonomen VV am Samstag dem 13.06. um 20h in der Köpi stattfinden. Kommt zahlreich!

Außerdem hat sich herausgestellt, dass die Schreiben, in denen Anwohner_innen der 183 aufgefordert wurden, ihre Autos am 18.03. nicht in der Nähe zu parken, nicht von der Polizei, sondern von der Hausverwaltung. Was natürlich die Frage aufwirft, woher diese ihre Informationen hat. Wurde sie von behördlicher oder polizeilicher Seite gewarnt?

Heute (11.06.) VV wegen Räumung

Heute Abend findet in der Köpi (nicht im Bethanien!) eine VV zur drohenden Räumung der 183 statt. Ursprünglicher Termin war 19.30h, doch da um 19h am selben Ort eine VV zu den heutigen Ereignissen rund um die drohenden Abschiebungen von Romafamilien und deren Vertreibung aus der Motardstraße stattfindet, wird die 183-VV im direkten Anschluß stattfinden.

Kommt zahlreich zu beiden VVs!

No Border! No Nation! Stop Deportation!

wir bleiben alle!